
Stärkung der internationalen Zusammenarbeit führender Forschungsinstitute in den G20 Staaten
Auf Vorschlag des ehemaligen japanischen Premierministers Shinzo Abe auf dem World Economic Forum in Davos wurde unter Führung Japans im Jahr 2019 die Forschungsinitiative RD20 ins Leben gerufen. Sie hat zum Ziel die internationale Zusammenarbeit führender Forschungsinstitute in den G20-Staaten und -Regionen zu stärken, welche an der Entwicklung der weltweit fortschrittlichsten Technologien zur Erreichung von Klimaneutralität beteiligt sind. RD20 bietet den Teilnehmenden die Möglichkeit, Erfahrungen aus der Forschung und Entwicklung im Bereich sauberer Energietechnologien länder- und regionsübergreifend auszutauschen und das Potenzial für gemeinsame internationale Forschungsprojekte zu erkunden. Darüber hinaus dient sie der Vertiefung und dem Aufbau neuer Partnerschaften zwischen relevanten Akteuren aus Industrie, Wissenschaft und Politik. Als Verursacher von mehr als 80% der weltweiten CO2 Emissionen stellt die Zusammenarbeit der G20 Länder bei Maßnahmen des Klimaschutzes einen wesentlichen Schritt zum Erreichen der CO2 Minderungsziele dar.
Neben der Förderung der Zusammenarbeit führender Forschungseinrichtungen ist es den Organisatoren ein besonderes Anliegen, neueste Technologien und Forschungsergebnisse einem erweiterten Kreis der internationalen Forschungsgemeinschaft zugänglich zu machen. Dazu fokussieren sich die Aktivitäten auf zwei Hauptveranstaltungen: eine internationale Konferenz und eine Sommerschule. Die Sommerschule dient der Förderung eines gemeinsamen Verständnisses von Initiativen zur Erreichung der Klimaneutralität unter jungen Forschern in den G20-Staaten. Als Ergebnis werden von den Nachwuchswissenschaftlern Empfehlungen an das Treffen der Staats- und Regierungschefs der G20 zur Dekarbonisierung von Energiesystemen erarbeitet. Darüber hinaus fördert die Veranstaltung zukünftige Leiter in der Forschung und trägt zum Aufbau eines internationalen Alumni-Netzwerks junger Forscher bei.
Auf der internationalen Konferenz kommen Forscher und Experten aus allen Regionen der Welt für eine Woche zusammen, um über die neuesten Entwicklungen im Bereich klimaneutraler Energietechnologien zu diskutieren und weitere Möglichkeiten der internationalen Zusammenarbeit auszuloten. Der technische Programmteil der Konferenz umfasst Plenarsitzungen und Expertenvorträge zu relevanten Themen im Energiesektor. Darüber hinaus erörtern die Experten, wie die globale Zusammenarbeit bei spezifischen Fragestellungen der erneuerbaren Energien zwischen den Regionen gefördert und wichtige Impulse für Innovationen in der Forschungszusammenarbeit geschaffen werden können. trade&messe wurde beauftragt, zusammen mit den beteiligten Akteuren das Bewusstsein für die Bedeutung der RD20 Initiative in der internationalen Forschungsgemeinschaft zu schärfen, und um den Wissenschaftsaustausch und die Forschungskooperation sowie den akademischen Beitrag zur Erreichung der Klimaneutralität zu fördern.
