
Unterstützung bei dem Aufbau einer globalen Qualitätsinfrastruktur für Wasserstofftechnologien
Für die Transformation zu einer dekarbonisierten Wirtschaft spielt Wasserstoff als Energieträger, -speicher und Element der Sektorenkopplung eine zentrale Rolle. Der dazu notwendige Ausbau von Wasserelektrolyseuren ist entscheidend, um die Produktion von grünem Wasserstoff zu wettbewerbsfähigen Preisen zu ermöglichen. Nach Angaben des European Hydrogen Backbone vom Juni 2021 werden in der Europäischen Union (EU) + UK im Jahr 2030 rund 340 TWh Wasserstoff jährlich benötigt, der größte Teil davon im Industriesektor. Zur Herstellung der benötigten Menge von Wasserstoff soll laut des REPowerEU Plans vom Mai 2022 in der EU bis 2030 eine Elektrolyse Produktionskapazität von 40 GW aufgebaut werden.
Normen und Standards bilden zusammen mit den rechtlichen Rahmenbedingungen das Grundgerüst für den Wasserstoff-Markthochlauf und die dazugehörige Qualitätsinfrastruktur. Sie definieren Terminologie, Schnittstellen, Sicherheits-, System- und Qualitätsanforderungen, sowie Prüfungs- und Zertifizierungsgrundlagen und schaffen somit ein einheitliches Verständnis über Fachgebietsgrenzen hinweg und ermöglichen die Skalierung dieser Technologie. Technische Regelsetzung unterstützt zudem rechtssicheres Handeln und bildet die Grundlage für belastbare wirtschaftliche Investitionen. Für die Entwicklung eines effizienten globalen Marktes spielen damit von allen Parteien anerkannte Normen und Standards für die Einführung und Zulassung von Wasserstofftechnologien eine bedeutende Rolle, auch im Hinblick auf den gewollten Abbau von nichttarifären Handelshemmnissen im globalen Wirtschaftsaustausch.
trade@messe wurde von einem japanischen Prüf- und Zertifizierungsinstitut in Zusammenarbeit mit einer beteiligten Forschungsorganisation beauftragt, eine Studie für die Einführung von Wasserstoffelektrolyseuren in Europa und Japan durchzuführen, welche auch zu dem langfristigen Ziel beitragen kann, eine gegenseitige Anerkennung und Harmonisierung von Standards und Prüfungen zu fördern. Die Untersuchung dient als Grundlage zur Identifizierung gegenwärtiger Regelungen und Prozesse sowie von noch bestehenden Regelungslücken für die Zertifizierung, die Genehmigung, die Prüfung und den Betrieb von Wasserstoffelektrolyseuren, welche den Handelsaustausch zwischen beiden Wirtschafträumen erleichtern können.
